UNTERKUNFT IN DEN DOLOMITEN
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Aktualisiert im Oktober 2026 · Quellen: Tourismusverein Odles Dolomites, Südtirolmobil, ISTAT, Euronews
Unterkunft in Val di Funes finden
Das Villnößtal (italienisch Val di Funes) ist ein Seitental des Eisacktals in Südtirol, rund 24 km lang. Es zweigt nördlich von Klausen vom Eisacktal ab und steigt nach Osten bis zu den Geislerspitzen an, den Dolomitenzacken, die auf fast jedem Foto des Tals zu sehen sind. Das Tal bildet eine einzige Gemeinde, Villnöß, mit rund 2.560 Einwohnern in mehreren Orten: Teis (963 m) am Taleingang, der Hauptort St. Peter (1.125 m) in der Talmitte und St. Magdalena (1.339 m) am Talschluss.
Du erreichst das Tal mit dem Auto über die Ausfahrt Klausen/Gröden der Brennerautobahn oder mit dem Bus ab Brixen: Die Linie 330 fährt in rund 35 Minuten nach St. Magdalena. Bozen liegt knapp eine Autostunde entfernt, Innsbruck etwa eineinhalb Stunden. Der obere Talteil gehört zum Naturpark Puez-Geisler und damit zum UNESCO-Welterbe Dolomiten.
Im Sommer und Herbst kommst du zum Wandern zwischen Almen und Bergwiesen unter den Geislern und für die zwei bekanntesten Kirchenmotive der Dolomiten. Im Winter ist das Villnößtal ruhig: Rodeln, Schneeschuhwandern, Langlaufen. Zum Skifahren fährst du auf die Plose oder nach Gröden. Wichtig vorab: Seit 2026 kommst du von Mai bis November nicht mehr mit dem Auto bis zur Kirche von St. Magdalena.
Sehenswertes im Villnößtal
Für einen Überblick reicht ein Tag, wer wandert, bleibt länger. Die Talstraße (SP 27) führt ab Klausen durch eine enge Schlucht, unterhalb von Teis vorbei, durch St. Peter und endet in St. Magdalena und Ranui. Dahinter gehen nur noch die Straße zum Parkplatz Zans und, im Sommer, die Straße zum Würzjoch weiter.
St. Magdalena und die Kirche
St. Magdalena ist das letzte Dorf im Tal, auf 1.339 m, direkt vor den Geislern. Die Kirche wird 1394 erstmals erwähnt; der heutige spätgotische Bau stammt von 1492, innen barock ausgestattet, das Chorgewölbe wurde 1928 ausgemalt. Der spitze Turm vor den Geislerspitzen ist das Bild des Tals.
Der klassische Aussichtspunkt liegt oberhalb des Dorfes: Geh zu Fuß rund 1,5 km den asphaltierten Magdalenaweg hinauf bis zu den Bänken. Seit 2026 ist die Straße zur Kirche von Mai bis November für Autos gesperrt (siehe „Fotografieren im Villnößtal“).
St. Johann in Ranui
Etwa einen Kilometer östlich und etwas oberhalb von St. Magdalena steht das Kirchlein St. Johann in Ranui allein auf einer Wiese vor den Geislern. Es ist barock, mit Zwiebelturm, und dem heiligen Johannes Nepomuk geweiht (nicht Johannes dem Täufer, wie oft zu lesen ist). An der Fassade steht „erbaut von Michael Jenner 1744“; laut den Besitzern des Ranuihofs war Michael Jenner aber schon 1723 gestorben, Bauherr war ein Verwandter, Joseph Anton Jenner.
Kirchlein und Wiese sind Privatbesitz des Hofs nebenan. Näher heran kommst du nur durch ein kostenpflichtiges Drehkreuz, das seit 2022 dort steht; das Foto von der Straße am Wiesenrand ist frei. Betritt die Wiesen nicht, sie werden gemäht.
St. Peter, der Hauptort
St. Peter ist der größte Ort und das Versorgungszentrum: Gemeinde, Geschäfte, Apotheke, Bushaltestellen. Die barocke Pfarrkirche St. Peter und Paul von 1795 wird „Dom im Tale“ genannt. Hier wuchs Reinhold Messner auf: Geboren wurde er 1944 in Brixen, seine Kindheit verbrachte er aber in St. Peter, wo sein Vater Dorflehrer war. Mit fünf Jahren stieg er mit ihm auf den Sass Rigais, den höchsten Geislergipfel. Heute ist er Ehrenbürger von Villnöß.
St. Valentin
Auf der Sonnenseite oberhalb von St. Peter steht St. Valentin, die älteste Kirche des Tals: romanisch, von 1303, mit Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert.
Teis und das Mineralienmuseum
Teis (963 m) ist der erste Ort, wenn du von Klausen heraufkommst. Bekannt ist es für die „Teiser Kugeln“: Gesteinskugeln bis etwa 20 cm Durchmesser, innen mit Amethyst-, Quarz- und Achatkristallen. Zu sehen sind sie im Mineralienmuseum Teis, geöffnet von Ende März bis Anfang November, montags geschlossen. Öffnungszeiten und Führungen vorher prüfen.
Die Geislergruppe
Die Geisler schließen das Tal im Südosten ab und trennen es von Gröden. Die höchsten Gipfel sind Sass Rigais und Furchetta, beide 3.025 m; die übrigen Zacken sind niedriger. Auf die Gipfel kommt man nur mit Klettersteig- oder Klettererfahrung. Für alle gibt es den Weg an ihrem Fuß, den Adolf-Munkel-Weg.
Naturpark Puez-Geisler und Naturparkhaus
Der Naturpark schützt über 10.000 Hektar zwischen Villnöß, Gröden und Gadertal. In St. Magdalena steht das Naturparkhaus, seit 2009 geöffnet: Geologie der Dolomiten, Tier- und Pflanzenwelt und ein Teil zur Alpingeschichte. Im Sommer ist es dienstags bis samstags geöffnet, im Juli und August auch sonntags. An der Zanser Alm gibt es außerdem einen Infopoint zum UNESCO-Welterbe Dolomiten.
Würzjoch und Peitlerkofel
Vom Talende führt eine schmale Straße aufs Würzjoch (rund 2.000 m), geöffnet vom Frühjahr bis zum Herbst, und weiter ins Gadertal. Über dem Joch steht der Peitlerkofel (2.875 m). Die Umrundung ist rund 13 km lang und dauert etwa 4,5 Stunden; der Gipfel ist eine eigene Tour mit einem versicherten Schlussstück.
Wandern im Villnößtal
Fast alle klassischen Touren starten am Parkplatz Zans bei der Zanser Alm, auf rund 1.680 m, 5,5 km oberhalb von St. Magdalena. Die Almen sind meist von Ende Mai oder Juni bis Ende Oktober bewirtschaftet. Die Zeiten unten stammen aus örtlichen Wanderführern und sind Richtwerte.
Adolf-Munkel-Weg
Der bekannteste Weg des Tals: Nr. 35 führt durch Wald und über Schuttkare am Fuß der Geisler. Die klassische Runde startet in Zans, steigt zur Glatschalm, folgt dem Munkelweg zur Gschnagenhardtalm (2.006 m) und kehrt über Geisleralm und Dusleralm zurück. Rund 9 km, 3,5 Stunden, etwa 400 Höhenmeter. Technisch einfach (T2), aber Bergschuhe sind Pflicht.
Zanser Alm und Gampenalm
Die Zanser Alm liegt direkt am Parkplatz, die bequemste Einkehr für Nicht-Wanderer. Von dort sind es zur Gampenalm (2.062 m) etwa 1,5 Stunden und 400 Höhenmeter am Bach entlang und über Wiesen, also kein ebener Weg. Wer weitergeht, erreicht die Schlüterhütte (Rifugio Genova, 2.306 m) am Kreuzkofeljoch in etwa 2 Stunden ab Zans.
Geisleralm
Die Geisleralm (1.996 m) erreichst du von Zans in etwa 1,5 Stunden. Die Runde mit Abstieg über die Dusleralm misst rund 7,5 km und 360 Höhenmeter, mit Einkehr ein halber Tag. Mit Spielplatz, daher der Klassiker für Familien.
Leichte Spaziergänge
Ab Zans führt der Naturlehrpfad Zans, eine Runde von etwa 1 Stunde 15 Minuten, auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Der Sunnseitnweg verbindet St. Peter und St. Magdalena auf halber Höhe der Sonnenseite. Wer das ganze Tal erleben will, wandert von Teis nach St. Magdalena und fährt mit dem Bus zurück.
Fotografieren im Villnößtal
Die zwei klassischen Motive: die Kirche St. Magdalena vom Aussichtspunkt oberhalb des Dorfes und St. Johann in Ranui mit den Geislern dahinter. Am späten Nachmittag und bei Sonnenuntergang leuchten die Geisler im Alpenglühen. 2026 haben sich einige Regeln geändert:
- St. Magdalena: Seit dem 1. Mai 2026 lässt von Mai bis November eine Schranke in der Dorfmitte vor der Kirche nur Einheimische und Gäste durch, die mindestens eine Nacht in einer Unterkunft hinter der Schranke gebucht haben. Tagesgäste parken auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen weiter unten und gehen zu Fuß: 15 bis 30 Minuten. Die Gemeinde reagiert damit auf bis zu 600 Fotobesucher an Spitzentagen.
- Ranui: Das Foto vom Wiesenrand ist frei; näher heran nur gegen Gebühr am Drehkreuz des Besitzers. Die Wiese ist privat und wird bewirtschaftet.
- Zans: Eine Ampel in Ranui regelt die Zufahrt zum Wanderparkplatz. Bei Rot ist er voll, durch kommt nur, wer online reserviert hat. Sonst parkst du in St. Magdalena und nimmst den Bus 330, der stündlich nach Zans fährt.
- Drohnen: Im Naturpark Puez-Geisler ohne Genehmigung verboten. Auch sonst nicht über Wiesen, Höfe und Menschen fliegen.
Die Parkgebühren werden gerade überarbeitet: vor Ort oder auf der Seite des Tourismusvereins prüfen, wo du auch Zans reservierst.
Das Villnößtal im Winter
Klare Ansage: Das Villnößtal ist kein Skigebiet. Im Tal gibt es nur den Skilift Filler in St. Magdalena, für Kinder und Anfänger, mit einem langen Förderband. Zum richtigen Skifahren fährst du auf die Plose bei Brixen im Dolomiti Superski oder nach Gröden und auf die Sellaronda.
Was das Tal im Winter gut kann:
- Rodeln: sechs Naturrodelbahnen im Tal. Die längste führt von der Geisleralm nach Ranui, rund 6 km; Rodeln leihst du auf der Alm. Von der Gampenalm geht es auf einer präparierten Bahn hinunter, der Aufstieg läuft auf einem eigenen Winterweg. Helmpflicht, gerodelt wird nur auf ausgewiesenen Bahnen.
- Langlauf: 18 km Loipen, von der Runde in Zans bis zur Höhenloipe am Würzjoch.
- Schneeschuh- und Winterwandern: geräumte Wege zu den Winteralmen ab Zans; der Tourismusverein bietet geführte Touren.
Die Almen öffnen meist ab Ende Dezember, mit Ruhetagen unter der Woche: vorher anrufen.
Beste Reisezeit für das Villnößtal
- Juni – Juli: blühende Wiesen, offene Almen, lange Tage. Auf hohen Wegen kann bis Anfang Juni Schnee liegen.
- August: der vollste Monat, vor allem in St. Magdalena und Zans. Früh starten.
- September – Oktober: die beste Zeit zum Wandern und Fotografieren, mit gelben Lärchen und weniger Betrieb.
- November: viele Almen und Betriebe schließen; die Schranke in St. Magdalena gilt bis November.
- Dezember – März: Rodeln, Schneeschuhe, Langlauf und verschneite Geisler. Zum Skifahren musst du fahren.
Ausflüge ab dem Villnößtal
- Klausen: das Städtchen am Taleingang mit dem Kloster Säben auf dem Felsen.
- Brixen: Dom, Kreuzgang, Hofburg und Altstadt; darüber die Plose zum Skifahren.
- St. Ulrich: Hauptort von Gröden, über Klausen erreichbar.
- Seceda: Von St. Ulrich mit der Seilbahn hinauf und die Geisler von der anderen Seite sehen.
- St. Christina: im Herzen Grödens, Ausgangspunkt zum Col Raiser und in den Naturpark Puez-Geisler.
- Grödner Joch: der Pass zwischen Gröden und Gadertal. Seit 2026 ist auch hier die Zufahrt mit dem Auto geregelt: vorher informieren.
- Würzjoch und Gadertal: im Sommer vom Tal aufs Joch und hinunter nach St. Martin in Thurn.
Übernachten im Villnößtal
Die Wahl des Ortes zählt hier mehr als anderswo, wegen der Zufahrtsregeln. Es gibt vor allem familiengeführte Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Urlaub auf dem Bauernhof (Roter Hahn).
- St. Magdalena: die beste Wahl zum Wandern und Fotografieren, wenige Minuten zu den Kirchen, zum Aussichtspunkt und zur Straße nach Zans. Liegt deine Unterkunft hinter der Schranke, darfst du auch von Mai bis November mit dem Auto hinauf: vor der Buchung nachfragen.
- St. Peter: der Hauptort, mit Geschäften, Apotheke und stündlichem Bus. Praktisch für Familien und Reisende ohne Auto; St. Magdalena ist wenige Minuten entfernt.
- Teis: ruhiger und nah an Klausen, gut, wenn du auch nach Gröden willst. Die Preise sind oft etwas niedriger.
- Ranui: wenige Unterkünfte auf einzelnen Höfen unter den Geislern, für Ruhe und Wanderstarts direkt vor der Tür.
Ist im Tal alles ausgebucht, schau nach Klausen am Taleingang, mit Bahnhof und Bus nach Teis, oder nach Brixen, der nächsten Stadt, mit großer Auswahl, Zügen und der direkten Linie 330. Von Juli bis September früh buchen.
Anreise ins Villnößtal
Mit dem Auto
Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommst du über Innsbruck und den Brenner auf die Brennerautobahn A22. Ausfahrt Klausen/Gröden, auf der Staatsstraße bis Klausen, dann die SP 27 ins Villnößtal: Erst geht es durch eine enge Schlucht, nach St. Peter weitet sich das Tal. Ab Bozen knapp eine Stunde, ab Innsbruck rund eineinhalb Stunden. Im Sommer geht es auch übers Würzjoch aus dem Gadertal. In Österreich brauchst du Vignette und Brenner-Maut, die A22 ist mautpflichtig.
Mit dem Zug
Die nächsten Bahnhöfe sind Klausen, mit Regionalzügen der Brennerbahn, und Brixen, wo auch die Eurocity-Züge München–Verona halten. Ab Brixen weiter mit dem Bus 330. Fahrpläne bei Trenitalia und der Deutschen Bahn.
Mit dem Bus
Die Linie 330 fährt ab Bahnhof Brixen über St. Peter nach St. Magdalena, rund 35 Minuten, ganzjährig im Stundentakt. Im Sommer und Winter fährt sie weiter bis Zans. Ab Klausen fährt die Linie 331 nach Teis. Fahrpläne bei Südtirolmobil.
Mit dem Flugzeug
Nächster Flughafen ist Bozen, mit wenigen Verbindungen. Alternativen sind Innsbruck (rund 1,5 Stunden Fahrt), München (rund 3 Stunden) und Verona (über 2 Stunden). Von den großen Flughäfen am einfachsten mit dem Zug nach Brixen und weiter mit dem Bus.
Parken
In St. Magdalena parken Tagesgäste von Mai bis November auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen im Dorf (Ranui, Putzen, Filler) und gehen zu Fuß weiter. Der Wanderparkplatz Zans hat online reservierbare Plätze und wird über die Ampel in Ranui geregelt; Reisebusse müssen reservieren. In St. Peter gibt es Parkplätze im Ortszentrum. Reservierung auf der Seite des Tourismusvereins.
Häufig gestellte Fragen zum Villnößtal
In Südtirol, als Seitental des Eisacktals zwischen Klausen und Brixen. Es zieht sich rund 24 km nach Osten bis zu den Geislerspitzen an der Grenze zu Gröden.
Teis liegt auf 963 m, St. Peter auf 1.125 m, St. Magdalena auf 1.339 m. Der Parkplatz Zans liegt auf rund 1.680 m, die Geisler erreichen 3.025 m.
Die Gemeinde Villnöß umfasst Teis, St. Peter (Hauptort), St. Magdalena, St. Valentin, St. Jakob, Koll und Pardell.
Von Mai bis November ist die Straße zur Kirche mit einer Schranke gesperrt: Durch dürfen nur Einheimische und Gäste der Unterkünfte dahinter. Alle anderen parken im Dorf und gehen 15 bis 30 Minuten zu Fuß.
Wer näher heran will, zahlt am Drehkreuz des Wiesenbesitzers. Das Foto von der Straße ist kostenlos.
Die Runde ab Zans über Gschnagenhardtalm und Geisleralm ist rund 9 km lang, dauert etwa 3,5 Stunden und hat rund 400 Höhenmeter.
Kaum: Es gibt nur einen kleinen Kinderlift in St. Magdalena. Zum Skifahren geht es auf die Plose oder nach Gröden; im Tal rodelt, langläuft und wandert man.
Er wurde 1944 in Brixen geboren und ist in St. Peter aufgewachsen, wo sein Vater Lehrer war. Er ist Ehrenbürger von Villnöß.
Mit dem Zug nach Brixen, dann stündlich mit dem Bus 330 nach St. Peter und St. Magdalena. Ab Klausen fährt die Linie 331 nach Teis.
