UNTERKÜNFTE in St. Moritz
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Aktualisiert im Oktober 2026 · Quellen: Engadin St. Moritz Tourismus, stmoritz.com, Rhätische Bahn, SBB-Fahrplan
Unterkunft in Saint-Moritz finden
St. Moritz (romanisch San Murezzan) liegt in der Schweiz, im Kanton Graubünden, im Oberengadin: im oberen Tal des Inn, der hier En heisst und durch den St. Moritzersee fliesst. Das Dorfzentrum liegt auf 1822 m ü. M., am Nordufer des Sees, unterhalb des Piz Nair (3057 m). Die Gemeinde zählt rund 5000 Einwohner. Nachbarorte sind Celerina, Pontresina, Samedan, Champfèr, Silvaplana und Sils.
Mit der Bahn sind Sie ab Zürich HB in 3 Std. 10 bis 3 Std. 20 hier, mit einem Umstieg in Chur oder Landquart; ab Chur fährt der Zug direkt in 1 Std. 57 über die Albulalinie. Mit dem Auto sind es ab Zürich rund 200 km (etwa 2 Std. 45), ab München rund 280 km (etwa 4 Std.). Die italienische Grenze ist nah: Chiavenna liegt rund 50 km, Tirano rund 57 km entfernt.
St. Moritz ist für Luxus bekannt, ist aber auch ein ernsthafter Bergort: zweimal Olympische Winterspiele (1928 und 1948), vier alpine Ski-Weltmeisterschaften, zuletzt 2017. Im Winter gibt es neun Skigebiete im Tal, den gefrorenen See mit Pferderennen und Polo sowie den Engadin Skimarathon. Im Sommer Seen, Wanderwege über 2000 m und zwei der bekanntesten Panoramazüge der Schweiz, den Bernina Express und den Glacier Express.
Sehenswertes in St. Moritz
St. Moritz Dorf und St. Moritz Bad
Der Ort besteht aus zwei Teilen. St. Moritz Dorf ist der historische Kern am Hang über dem See: grosse Hotels, Geschäfte, die Talstation der Corviglia-Standseilbahn und der Schiefe Turm. St. Moritz Bad liegt unten am See, wo die Mineralquellen entspringen: ruhiger, mit mehr Ferienwohnungen und der Signalbahn.
Der Wintertourismus hat hier ein Datum: 1864 wettete Hotelier Johannes Badrutt mit englischen Sommergästen, dass der Engadiner Winter sonnig sei; sie kamen an Weihnachten und blieben bis Ostern. 1878 hatte St. Moritz als erster Ort der Schweiz elektrisches Licht.
Der Schiefe Turm
Mitten in Dorf steht ein 33 m hoher Kirchturm mit 5,5 Grad Neigung. Er ist der einzige Rest der Mauritiuskirche, die um 1500 entstand und 1890 abgebrochen wurde. Der Turm steht auf einem Kriechhang und wurde 1983 und 2013 saniert. Von aussen ist er jederzeit zu sehen.
Der St. Moritzersee
Der See ist das Zentrum des Ortes: Dorf liegt darüber, Bad am Ufer. Ein einfacher Weg führt rundherum; im Sommer gibt es Segeln und Stand-up-Paddling. Zum Baden geht man aber an den Lej da Staz.
Im Winter gefriert der See und wird zur Arena: Polo im Januar, Pferderennen im Februar, Spaziergänge auf dem Eis. Die Anlässe finden nur bei genügend dickem Eis statt: Prüfen Sie vor der Reise den offiziellen Kalender.
Segantini Museum
Giovanni Segantini, der italienische Alpenmaler, lebte im Engadin und starb 1899 auf dem Schafberg oberhalb von Pontresina, während er malte. Das 1908 eröffnete Museum ist ein Kuppelbau von Nicolaus Hartmann, inspiriert vom Pavillon, den Segantini für die Pariser Weltausstellung 1900 entworfen hatte. Im Zentrum steht das Alpentriptychon «Werden – Sein – Vergehen» in einem eigenen Saal.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11–17 Uhr, Montag geschlossen. Eintritt Erwachsene CHF 15, Jugendliche 6–16 Jahre CHF 3, Kinder unter 6 gratis. Zwischen den Saisons ist das Museum geschlossen: Wintertermine auf der Website von St. Moritz prüfen.
Corviglia und Piz Nair
Die Corviglia ist der Hausberg. Ab Dorf fährt eine historische Standseilbahn in zwei Sektionen mit Umstieg in Chantarella: die erste seit 1913, die zweite seit 1928, bis auf 2489 m. Ab Bad fährt seit 1972 die Signalbahn. Von der Corviglia bringt Sie eine Luftseilbahn in rund sechs Minuten auf 3030 m, knapp unter den Gipfel des Piz Nair (3057 m), mit Blick über die Engadiner Seen und die Berninagruppe.
Achtung: Im Sommer 2026 war die Standseilbahn Dorf–Corviglia wegen Unterhaltsarbeiten geschlossen; Alternativen waren die Signalbahn oder die Gondelbahn Celerina–Marguns. Fahrpläne vor der Fahrt prüfen.
Muottas Muragl
Muottas Muragl ist ein Aussichtsbalkon auf rund 2450 m über Samedan und Pontresina. Hinauf geht es mit einer roten Standseilbahn, die seit 1907 ab Punt Muragl fährt, wenige Minuten mit Zug oder Bus von St. Moritz. Oben sehen Sie die Oberengadiner Seenkette bis Maloja.
Im Sommer starten hier einige der einfachsten Wanderungen des Tals; im Winter gibt es einen rund 4,2 km langen Schlittelweg mit 20 Kurven und 718 Höhenmetern. Schlitten mietet man ohne Reservation, sie fahren mit der Bahn hinauf.
Diavolezza und Morteratschgletscher
Die Luftseilbahn Diavolezza startet an der Berninastrasse oberhalb von Pontresina und führt auf 2978 m. Gegenüber liegen Pers- und Morteratschgletscher und die Gipfel der Berninagruppe mit dem über 4000 m hohen Piz Bernina. Oben steht das Berghaus Diavolezza mit Restaurant und Unterkunft.
Im Sommer kann man über den Gletscher zur Station Morteratsch absteigen: rund 1100 Höhenmeter Abstieg, nur mit Bergführer bei geführten Touren.
Lej da Staz
Der Stazersee ist ein kleiner Moorsee im Wald zwischen St. Moritz und Pontresina. Das flache Wasser erwärmt sich schnell: Er ist der bekannteste Badesee des Engadins, mit Strandbad. Zu Fuss erreichen Sie ihn ab Bahnhof St. Moritz entlang des Sees auf einem einfachen Weg; weiter geht es durch den Stazerwald nach Pontresina.
Bernina Express und Glacier Express
St. Moritz ist Endstation zweier berühmter Panoramazüge. Der Bernina Express fährt in rund 2 Std. 15 nach Tirano: Er überquert den Berninapass auf 2253 m ohne Zahnrad und fährt durchs Puschlav hinunter bis zum Kreisviadukt von Brusio. Die Albula-/Berninalinie von Thusis bis Tirano ist UNESCO-Welterbe. Der Glacier Express verbindet St. Moritz in rund 8 Stunden mit Zermatt, über 291 Brücken und durch 91 Tunnel.
Bei beiden ist die Sitzplatzreservation obligatorisch und kostenpflichtig. Tipp: Auf derselben Strecke St. Moritz–Tirano fahren auch Regionalzüge, ohne Umsteigen, in 2 Std. 13 bis 2 Std. 30. Keine Panoramawagen, aber kein Pflichtzuschlag (Reservation freiwillig, CHF 5) und Fenster zum Öffnen.
Skifahren in St. Moritz
Die Skiregion heisst Engadin St. Moritz und umfasst neun Gebiete: vier grosse (Corviglia/Piz Nair, Corvatsch, Diavolezza/Lagalb und Zuoz) und fünf kleine. Insgesamt bis zu 88 Pisten, 3 Snowparks und 58 Anlagen mit einem Skipass. Die Gebiete sind nicht durch Lifte verbunden: Dazwischen fahren Bus und Bahn.
Corviglia
Das Hausgebiet und das grösste: Zugang ab Dorf mit der Standseilbahn, ab Bad mit der Signalbahn oder ab Celerina mit der Gondelbahn Marguns. Oben fährt die Piz-Nair-Bahn auf 3030 m. Hier fanden die Ski-WM 2017 statt.
Corvatsch
Über Surlej und Silvaplana, auf der anderen Talseite. Hochgelegene Pisten mit Blick auf die Seen, vor allem für mittlere und gute Skifahrer. Ab St. Moritz mit dem Bus erreichbar.
Diavolezza und Lagalb
An der Berninastrasse, einander gegenüber. Die Diavolezza-Bahn führt auf 2978 m: Sie fahren mit Blick auf die Berninagletscher. Wer aus Tirano kommt, erreicht diese Anlagen zuerst.
Zuoz und die kleinen Gebiete
Zuoz, weiter talabwärts, hat das Familiengebiet Pizzet: ideal für Anfänger und Kinder.
Skipass: dynamische Preise
Im Engadin hat der Skipass keinen fixen Tarif: Der Preis hängt vom Datum und vom Kaufzeitpunkt ab (System Snow-Deal). Je früher Sie online kaufen, desto günstiger; Hochsaison-Wochenenden und Festtage kosten mehr. Tageskarten gibt es ab CHF 55, dazu Familienrabatte.
Das wichtigste Angebot ist Sleep + Ski: In rund 100 Engadiner Hotels kostet der Skipass bei Hotelbuchung CHF 55 pro Person und Tag, gültig in der Saison 2026/27 vom 17. Oktober 2026 bis 2. Mai 2027. Er gilt für alle Tage des Aufenthalts und schliesst den öffentlichen Verkehr im Oberengadin ein. Bedingungen auf engadin.ch.
Skischulen, Langlauf und Schlitteln
In St. Moritz gibt es mehrere Ski- und Snowboardschulen mit Kinderkursen. Die Langlaufloipen folgen dem Talboden und den gefrorenen Seen zwischen Maloja und S-chanf, auf der Strecke des Engadin Skimarathons. Zum Schlitteln ist Muottas Muragl die bekannteste Bahn.
Events auf dem gefrorenen See
Die Daten der Saison 2026/27:
- Snow Polo World Cup: 22. bis 24. Januar 2027. High-Goal-Polo auf Schnee, seit 1985 auf dem See.
- White Turf: 6. bis 21. Februar 2027, Renntage am Sonntag, 7., 14. und 21. Februar. Pferderennen auf dem Eis und Skikjöring. 2027 feiert der Anlass 120 Jahre.
- Engadin Skimarathon: Sonntag, 14. März 2027, 42 km Langlauf von Maloja nach S-chanf über die Seen. Die ganze Woche vom 6. bis 14. März steht im Zeichen der Rennen.
Alles hängt vom Eis ab: Ist es zu dünn, wird ein Anlass verkürzt oder abgesagt. In diesen Wochen sind Unterkünfte früh ausgebucht.
St. Moritz im Sommer
Im Sommer ist St. Moritz eine praktische Basis zum Wandern: Viele Wege starten an Bergstationen über 2000 m und lassen sich gut ohne Auto planen. 2026 fuhr die Piz-Nair-Bahn vom 27. Juni bis 18. Oktober.
- Muottas Muragl – Lej Muragl: von der Bergstation zum Muraglsee (2715 m) in rund einer Stunde; Rundtour etwa 2 Stunden, rund 7,4 km und 375 Höhenmeter Aufstieg. Leicht, mit Murmeltieren und Blick auf die Bernina.
- Muottas Muragl – Alp Languard: Höhenweg, rund 2 Std. 20, 160 m Aufstieg und 290 m Abstieg. Rückfahrt mit der Sesselbahn nach Pontresina. Teilweise felsig, nicht kinderwagentauglich; schneefrei meist Mitte Juni bis Anfang November.
- Segantinihütte: von Muottas Muragl zur Hütte (2731 m) und hinunter nach Pontresina: rund 11 km und 4 Stunden, mittelschwer.
- Seenweg: vom St. Moritzersee über Champfèr, Silvaplana und Sils nach Maloja, fast flach. Teilstrecken lassen sich mit dem Bus kombinieren.
Mit dem Velo folgen Sie dem Talboden entlang der Seen; in der Höhe gibt es Mountainbike-Routen. Auf dem Silvaplaner- und Silsersee wird gesegelt und gesurft.
Kulinarik in St. Moritz
Die Engadiner Küche verbindet Bündner Bergküche und das nahe Veltlin. Probieren Sie Capuns (Mangoldwickel mit Spätzliteig), Pizzoccheri aus dem Puschlav, Bündnerfleisch und die Engadiner Nusstorte. Die Preise sind Schweizer Preise, auch in den Bergrestaurants.
Ausflüge ab St. Moritz
- Pontresina (8 km): ruhiges Dorf am Eingang des Val Bernina, Ausgangspunkt für Diavolezza, Morteratsch und Muottas Muragl.
- Sils und Maloja (bis rund 17 km): Silser- und Silvaplanersee, Val Fex und Malojapass, von wo die Strasse ins Bergell hinunterführt.
- Bergell und Soglio (rund 40 km): Steindorf über dem Tal, auf der Alpensüdseite.
- Puschlav und Tirano (40–57 km): mit dem Bernina Express oder dem Regionalzug bis zum Kreisviadukt von Brusio und ins Veltlin.
- Livigno (rund 45 km): Livigno, italienisches Zollfreigebiet, zum Skifahren und Einkaufen.
- Bormio und Stilfserjoch (rund 80 km): Bormio mit seinen Thermen und im Sommer das Stilfserjoch.
- Davos (rund 70 km): der andere grosse Bündner Ferienort, mit der Bahn in 1 Std. 24 (ein Umstieg).
- Zermatt: rund 8 Stunden im Glacier Express, also eher eine Reise als ein Tagesausflug. Ein weiterer Schweizer Nobelort im Westen ist Gstaad.
Übernachten in St. Moritz
St. Moritz ist teuer, aber ein Fünfsternhotel ist nicht nötig: Wichtiger ist die richtige Lage.
- St. Moritz Dorf: alles zu Fuss, Corviglia-Bahn vor der Tür, Abendleben. Grosse Traditionshotels, Mittelklassehotels und Ferienwohnungen. Die teuerste Lage.
- St. Moritz Bad: am See, nahe Signalbahn und Loipen. Mehr Ferienwohnungen und Residenzen, etwas günstiger. Gut für Familien und längere Aufenthalte.
- Celerina: wenige Minuten entfernt, mit Gondelbahn zur Corviglia und Bahnhof. Ruhiger, ideal für Skifahrer.
- Pontresina: für Wanderer und Familien, nahe Diavolezza und Muottas Muragl, an der Berninalinie.
- Samedan: Bahnknoten des Tals, 7–9 Minuten mit dem Zug, oft günstiger. Praktisch ohne Auto.
- Silvaplana und Sils: an den Seen, nahe Corvatsch, für Ruhe und Langlauf.
Für eine Woche lohnt sich eine Ferienwohnung, für zwei, drei Nächte ein Hotel, am besten mit Sleep + Ski. Für Weihnachten, Neujahr, White Turf und Skimarathon Monate im Voraus buchen.
Anreise nach St. Moritz
Mit dem Auto
Ab Zürich über die A3/A13 nach Chur, dann über den Julierpass: rund 200 km, etwa 2 Std. 45. Ab München rund 280 km, etwa 4 Stunden, über Österreich und das Unterengadin. Ab Mailand rund 170 km über Chiavenna, Castasegna und den Malojapass, etwa 3 Stunden. Für Schweizer Autobahnen brauchen Sie die Vignette; im Winter Winterreifen und vorher den Passstatus prüfen.
Mit dem Zug
Zürich HB – St. Moritz: 3 Std. 10 bis 3 Std. 20 mit einem Umstieg in Chur oder Landquart. Chur – St. Moritz direkt in 1 Std. 57 über die Albulalinie der Rhätischen Bahn. Zürich Flughafen – St. Moritz: 3 Std. 23 bis 3 Std. 40, zwei Umstiege. Aus Deutschland reisen Sie über Zürich oder Landquart. Fahrplan auf SBB und Rhätische Bahn.
Mit dem Bus
Im Tal verbinden Busse St. Moritz mit Celerina, Pontresina, Samedan, Silvaplana, Sils, Maloja und den Bergbahnen. Es gibt auch einen Bus Lugano – St. Moritz über Chiavenna und Maloja: Fahrplan und Betriebstage im SBB-Fahrplan prüfen.
Mit dem Flugzeug
Der nächste grosse Flughafen ist Zürich: rund 220 km mit dem Auto oder 3 Std. 23 bis 3 Std. 40 mit dem Zug. Mailand-Malpensa (rund 185 km) und Bergamo (rund 155 km) liegen etwa 3 Autostunden entfernt. Der Flugplatz Samedan, rund 5 km entfernt, dient Privatflügen und Lufttaxis.
Parkplätze
Im Ort gibt es öffentliche, gebührenpflichtige Parkplätze; an Eventtagen sind sie schnell voll. Wer hier übernachtet, lässt das Auto stehen und nutzt Bus und Bahn.
Häufig gestellte Fragen zu St. Moritz
In der Schweiz, im Kanton Graubünden, im Oberengadin, rund 50 km von Chiavenna und 57 km von Tirano (Italien).
Das Dorfzentrum liegt auf 1822 m ü. M. Das Gemeindegebiet reicht von 1732 bis 3379 m.
Mit dem Zug 3 Std. 10 bis 3 Std. 20 mit einem Umstieg; mit dem Auto rund 2 Std. 45 für 200 km.
Der Preis ist dynamisch und hängt von Datum und Kaufzeitpunkt ab; Tageskarten ab CHF 55. In Sleep-+-Ski-Hotels kostet er in der ganzen Saison 2026/27 CHF 55 pro Tag.
In der Regel im Hochwinter. Events 2027: Snow Polo vom 22. bis 24. Januar, White Turf am 7., 14. und 21. Februar, jeweils nur bei genügend dickem Eis.
Der Bernina Express ist kürzer (rund 2 Std. 15 bis Tirano). Der Glacier Express braucht rund 8 Stunden bis Zermatt. Bei beiden ist die Reservation obligatorisch.
Celerina, Pontresina, Samedan, Champfèr, Silvaplana und Sils, alle im Umkreis von rund 15 km.
Ja: Wanderwege über 2000 m, Seen, Mountainbike, das Segantini Museum und die Panoramazüge. Die Sommerbahnen fahren etwa von Juni bis Mitte Oktober.
