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Aktualisiert im Oktober 2026 · Quellen: Géomètres-experts Haute-Savoie, Compagnie du Mont-Blanc, Skyway Monte Bianco, FFCAM, Präfektur Hochsavoyen, Office de tourisme Chamonix, Wikipedia
Unterkunft am Mont Blanc finden
Der Montblanc ist der höchste Berg der Alpen: Bei der letzten veröffentlichten Messung im September 2023 lag der Gipfel auf 4.805,59 Metern. Er steht auf der Grenze zwischen Frankreich und Italien. Die Nordseite gehört zu Hochsavoyen, über Chamonix; die Südseite zum Aostatal, über Courmayeur. Das Massiv ist rund 40 km lang und reicht bis in die Schweiz. Auf Französisch heißt er Mont Blanc, auf Italienisch Monte Bianco.
Die beiden Orte am Fuß des Berges liegen nur rund 20 km auseinander, verbunden durch den Mont-Blanc-Tunnel (11,6 km). Chamonix ist 88 km vom Flughafen Genf entfernt; mit dem Zug kommst du aus der Schweiz über Martigny direkt ins Tal. Courmayeur liegt rund 150 km von Turin und 220 km von Mailand entfernt. Im Sommer kannst du die Seite sogar hoch oben wechseln, mit drei Bahnen hintereinander: Aiguille du Midi, Panoramic Mont-Blanc und Skyway.
Um den Montblanc aus der Nähe zu sehen, musst du kein Bergsteiger sein: Seilbahnen bringen dich in wenigen Minuten auf über 3.400 Meter. Der Gipfel selbst ist eine echte Hochtour, auf der französischen Seite mit klaren Regeln. Diese Seite hilft dir, Seite, Bahnen und Reisezeit zu wählen; Details zu den Orten findest du in unseren Guides zu Chamonix und Courmayeur.
Wie hoch ist der Montblanc?
Je nach Quelle liest du 4.805, 4.807 oder 4.810 Meter. Alle Zahlen stimmen, aber für verschiedene Jahre. Der Gipfel ist eine Kappe aus Schnee und Eis, die mit Schneefall und Wind wächst oder schrumpft. Deshalb messen die Vermessungsingenieure Hochsavoyens ihn seit 2001 alle zwei Jahre neu.
- 2023: 4.805,59 m, die letzte veröffentlichte Messung, die wir prüfen konnten (2,22 m weniger als 2021).
- 2021: 4.807,81 m.
- 2007: 4.810,90 m, der höchste je gemessene Wert.
- Fels: Unter dem Schnee liegt der Felsgipfel auf 4.792 m, rund 40 Meter weiter westlich.
Die oft zitierte Zahl 4.807 stammt aus der Vermessung von 1863 und galt über ein Jahrhundert lang.
Die Grenze auf dem Gipfel
Auch beim Gipfel gibt es zwei Versionen. Französische Karten legen ihn ganz nach Frankreich; italienische Karten lassen die Grenze über den Gipfel laufen, wie es der Vertrag von 1861 vorsieht. Der Unterschied geht auf eine französische Militärkarte von 1865 zurück und ist bis heute nicht geklärt. In der Praxis steigen fast alle über die französische Route auf.
Sehenswertes am Montblanc
Den Montblanc erlebst du vor allem von den Bergbahnen und aus den Tälern rundherum. Das sind die wichtigsten Orte auf beiden Seiten.
Skyway Monte Bianco und Punta Helbronner
Die Skyway ist die Seilbahn der italienischen Seite. Sie startet in Pontal d’Entrèves bei Courmayeur (1.300 m), hält am Pavillon du Mont Fréty (2.173 m) und endet an der Punta Helbronner (3.466 m) auf der Grenze. Sie fährt seit 2015, die Kabinen drehen sich während der Fahrt um 360 Grad. Von der Terrasse siehst du den Montblanc, den Dent du Géant und die Grandes Jorasses.
Laut Tarif, der bis 1. November 2026 gilt, kostet die Berg- und Talfahrt zur Punta Helbronner 59 Euro in der Nebensaison und 63 Euro in der Hauptsaison. Fahr nur bei klarem Himmel. Fahrzeiten, Revisionspausen und Wintertarife auf der Website der Skyway; mehr im Guide zu Courmayeur.
Pavillon du Mont Fréty
Die Mittelstation der Skyway auf 2.173 Metern lohnt sich auch allein: Das Ticket ist günstiger, die Höhe leichter zu vertragen, und im Sommer zeigt der Alpengarten Saussurea über 900 Bergpflanzenarten.
Panoramic Mont-Blanc: von Italien nach Frankreich
Von der Punta Helbronner fährt nur im Sommer die Kabinenbahn Panoramic Mont-Blanc über die Gletscher des Massivs zur Aiguille du Midi über Chamonix. Nur so wechselst du die Seite, ohne ins Tal abzusteigen. Sie ist nicht im MultiPass der Compagnie du Mont-Blanc enthalten: Termine und Tickets vorher prüfen.
Aiguille du Midi
Auf der französischen Seite fährt die Seilbahn der Aiguille du Midi vom Zentrum von Chamonix (1.035 m) auf 3.842 Meter. Oben gibt es Aussichtsterrassen, den Glaskasten Pas dans le Vide über dem Abgrund und den Einstieg in die Vallée Blanche. Eine Reservierung ist Pflicht, mit Einstiegsnummer; freie Plätze kommen vor allem am Vortag dazu. Details im Guide zu Chamonix.
Mer de Glace und Montenvers
Die Mer de Glace ist der große Gletscher der französischen Seite. Die Zahnradbahn auf den Montenvers fährt von Chamonix in rund 20 Minuten auf 1.913 Meter. Seit 2024 bringt eine Kabinenbahn dich Richtung Gletscher; danach sind es rund 170 Stufen bis zur Eisgrotte auf 1.760 Metern. Die Bahn ist vom 2. November bis 4. Dezember 2026 außer Betrieb.
Val Veny und die italienischen Gletscher
Das Val Veny beginnt bei Courmayeur und verläuft unter der Südwand. Hier siehst du den Brenva-Gletscher und den Miage-Gletscher, der mit dunklem Schutt bedeckt ist. Eine leichte Wanderung führt zum Miage-See auf rund 2.020 Metern: ab La Visaille rund 1 Stunde 15 Minuten und 303 Höhenmeter. Hier beginnt auch die italienische Normalroute.
Val Ferret
Auf der anderen Seite von Courmayeur blickt das Val Ferret auf die Grandes Jorasses und steigt bis zur Schweizer Grenze an. Im Sommer ist es das Tal der Hütten Bertone und Bonatti an der Tour du Mont Blanc; im Winter gibt es Langlaufloipen im Talboden.
Tramway du Mont-Blanc
Von Le Fayet bei Saint-Gervais fährt die Tramway du Mont-Blanc Richtung Nid d’Aigle auf rund 2.400 Metern, dem Start der französischen Normalroute. Wegen Bauarbeiten zur Verlängerung ist die Endstation vorübergehend verlegt: vorher auf der Website prüfen. Bis 11. Dezember 2026 fährt die Bahn nicht.
Chamonix und Courmayeur
Die beiden Orte sind der einfachste Weg, den Montblanc zu erleben. Chamonix (1.035 m) ist eine kleine Stadt mit Bahnhof, vielen Bergbahnen und der Geschichte der Erstbesteigung am 8. August 1786 durch Jacques Balmat und Michel-Gabriel Paccard. Courmayeur (1.224 m) ist kleiner, mit Fußgängerzone und dem Haus der Bergführer.
Vallée Blanche
Die Vallée Blanche ist die berühmteste Skiabfahrt des Massivs. Sie startet an der Aiguille du Midi (3.842 m) und führt über die Gletscher bis zur Mer de Glace. Laut Tourismusbüro Chamonix sind es über 20 km und 2.800 Höhenmeter. Das ist keine Piste: nicht präpariert, nicht gesichert, mit Spalten und Séracs.
Der erste Abschnitt geht zu Fuß über den Grat der Aiguille du Midi, mit Fixseilen: die ausgesetzteste Stelle. Ein Bergführer wird dringend empfohlen, nötig ist ein Niveau für schwarze Pisten. Die Saison geht meist von Januar bis April; zurück geht es mit der Montenvers-Bahn oder bei viel Schnee mit Ski bis ins Tal. Von italienischer Seite erreichst du die Vallée Blanche auch über die Skyway, ebenfalls mit Bergführer.
Den Montblanc besteigen
Der Montblanc ist keine Wanderung. Auch auf der leichtesten Route brauchst du Gletschererfahrung, Steigeisen und Pickel, gute Akklimatisierung und meist zwei Tage. Ohne Hochtourenerfahrung geh mit einem Bergführer aus Chamonix, Saint-Gervais oder Courmayeur.
Die französische Normalroute und die Regeln
Die meistbegangene Route ist die über den Goûter, auf der Seite von Saint-Gervais. Start ist am Nid d’Aigle (2.372 m), dann geht es zu den Hütten Tête Rousse (3.165 m) und Goûter (3.815 m) und über den Dôme du Goûter, über 4.300 Meter, zum Gipfel. Die gefährlichste Stelle ist das Grand Couloir unter dem Goûter, mit Steinschlag.
Seit 2019 regelt eine Verordnung der Präfektur Hochsavoyen den Zugang:
- für die Normalroute brauchst du eine Reservierung in einer der Hütten der Route, mit den Namen aller Teilnehmer;
- du musst die Bestätigung (auf Papier oder dem Handy) und einen gültigen Ausweis dabeihaben und bei Kontrollen und in der Hütte vorzeigen;
- Zelten und Biwakieren sind verboten, außer im Basislager Tête Rousse und im Notfall.
2026 war der Goûter vom 30. Mai bis 4. Oktober bewirtschaftet. Vom 11. bis 26. August 2026 ließ der Bürgermeister von Saint-Gervais Goûter und Tête Rousse wegen Steinschlaggefahr im Grand Couloir schließen, nach Wochen mit Hitze und Trockenheit; auch viele Bergführer hatten ihre Touren ausgesetzt. Reservierungen laufen über das offizielle Hüttenportal.
Die italienische Normalroute
Auf italienischer Seite startet die Normalroute im Val Veny und führt über den Miage-Gletscher zur Gonella-Hütte auf rund 3.000 Metern. Sie ist länger, einsamer und viel weniger begangen als die französische, auf Gletschern, die sich bei Hitze stark verändern. Nur für erfahrene Alpinisten oder mit Bergführer.
Tour du Mont Blanc
Die Tour du Mont Blanc umrundet das Massiv: rund 170 km durch Frankreich, Italien und die Schweiz, meist in 7 bis 11 Tagen, mit insgesamt rund 10.000 Höhenmetern im Auf- und Abstieg. In Italien führt sie durch Courmayeur, das Val Veny und das Val Ferret.
Ab 2027 ändern sich die Regeln. Im September 2026 haben die Bürgermeister der französischen Gemeinden an der Tour eine gemeinsame Charta beschlossen: Im Sommer müssen Unterkünfte im Voraus gebucht werden, wildes Biwakieren wird verboten und durch kostenpflichtige Plätze ersetzt. Gelten soll das ab Frühjahr 2027; der endgültige Text wird bis Ende 2026 erwartet. Wenn du die Tour im nächsten Sommer planst, buche Hütten und Etappenquartiere früh.
Italienische oder französische Seite?
Das hängt davon ab, was du vorhast:
- Einfacher Ausflug in die Höhe: die Skyway in Courmayeur, am bequemsten bei Anreise aus Italien.
- Gletscher aus der Nähe: Montenvers und Mer de Glace in Chamonix.
- Überquerung: im Sommer Skyway, Panoramic und Aiguille du Midi an einem Tag; plane die Rückfahrt per Bus oder durch den Tunnel ein.
- Gipfel: fast immer über die französische Route, mit Hüttenreservierung.
- Skifahren: Courmayeur hat ein kompaktes Gebiet, Chamonix mehrere Gebiete im Tal. Der Skipass Mont Blanc Unlimited gilt auf beiden Seiten.
Auf der italienischen Seite hast du die Thermen von Pré-Saint-Didier und die Aostataler Küche; auf der französischen Seite Bahnverbindungen in die Schweiz und den Flughafen Genf in der Nähe.
Beste Reisezeit für den Montblanc
Sommer (Ende Juni – Mitte September): Zeit für Höhenwege, Panoramic Mont-Blanc und Tour du Mont Blanc. Starte früh: Nachmittags verdecken oft Wolken den Gipfel.
Besteigung: Die Hütten der französischen Route sind von Ende Mai bis Anfang Oktober bewirtschaftet. Bei Hitze im Juli und August steigt die Steinschlaggefahr, wie 2026: Verhältnisse immer prüfen.
Winter: Skifahren in Courmayeur und Chamonix, Vallée Blanche meist von Januar bis April.
Herbst und Frühjahr: ruhige Zeiten, aber viele Bahnen schließen einige Wochen zur Revision. Prüfe vorher die Öffnungszeiten von Skyway, Aiguille du Midi und Montenvers.
Übernachten am Montblanc
Auf dem Montblanc selbst gibt es keinen Ort: Du übernachtest in den Tälern darunter. Wähle die Seite nach deinem Programm.
- Courmayeur Zentrum: die bequemste Basis auf der italienischen Seite, zu Fuß zu Restaurants, Geschäften und Bahnen.
- Entrèves und La Palud: die Weiler am nächsten zur Skyway, ideal für frühe Fahrten nach oben oder ins Val Ferret.
- Dolonne: an der Kabinenbahn ins Skigebiet, gut für Skifahrer und Familien.
- Pré-Saint-Didier und La Thuile: wenige Kilometer talabwärts, oft günstiger, mit Auto.
- Chamonix und Umgebung: für Anreise mit Bahn oder über Genf, für Aiguille du Midi, Mer de Glace oder die französische Normalroute.
Es gibt vor allem Hotels, Ferienwohnungen und Chalets; für die Besteigung und die Tour du Mont Blanc schläfst du in Hütten, die du separat buchst.
Anreise zum Montblanc
Mit dem Auto
Aus der Schweiz fährst du über Genf und die A40 nach Chamonix oder über Martigny und den Großen St. Bernhard ins Aostatal. Von Chamonix führt der Mont-Blanc-Tunnel (11,6 km, seit 1965) nach Courmayeur. Im Herbst 2026 gibt es nur nächtliche Sperren, meist von 22 bis 6 Uhr, bis Dezember; für 2027 und 2028 sind lange Sperrungen für Bauarbeiten angekündigt. Termine auf der Website des Tunnels.
Mit dem Zug
Der Mont-Blanc Express fährt von Martigny (Schweiz) über Vallorcine nach Chamonix und weiter nach Saint-Gervais-Le Fayet, wo TGV und Léman Express halten. Auf italienischer Seite ist Aosta der nächste Bahnhof; bis 13. Dezember 2026 wird die Strecke Ivrea–Aosta wegen Bauarbeiten mit Bussen bedient.
Mit dem Bus
Busse verbinden Chamonix und Courmayeur durch den Tunnel. Von Courmayeur fahren Arriva-Busse nach Aosta (rund eine Stunde), Turin und Mailand. Winterfahrpläne vorher prüfen.
Mit dem Flugzeug
Nächster Flughafen ist Genf: 88 km bis Chamonix, 115 km bis Courmayeur durch den Tunnel. In Italien liegt Turin-Caselle rund 150 km und Mailand-Malpensa 212 km von Courmayeur entfernt.
Parken
In Chamonix lässt du das Auto am besten stehen und nutzt Bus und Bahn im Tal. In Courmayeur gibt es die gebührenpflichtigen Parkplätze P1 (Piazzale Monte Bianco) und P2 (Viale Monte Bianco) und einen großen Parkplatz an der Talstation der Skyway in Pontal d’Entrèves.
Häufig gestellte Fragen zum Montblanc
Bei der letzten veröffentlichten Messung 2023: 4.805,59 Meter. Die Höhe schwankt mit dem Schnee um einige Meter, daher auch 4.807 oder 4.810 Meter. Der Fels unter dem Schnee liegt auf 4.792 Metern.
Auf der Grenze zwischen Frankreich (Hochsavoyen, über Chamonix) und Italien (Aostatal, über Courmayeur). Das Massiv reicht bis in die Schweiz.
Je nach Karte: Für Frankreich liegt er ganz in Frankreich, für Italien verläuft die Grenze über den Gipfel. Die Frage ist bis heute offen.
Mit der Aiguille du Midi (3.842 m) ab Chamonix oder der Skyway (3.466 m) ab Courmayeur. Für den Gletscher: die Montenvers-Bahn.
Bis 1. November 2026 kostet die Berg- und Talfahrt zur Punta Helbronner 59 Euro in der Neben- und 63 Euro in der Hauptsaison. Wintertarife auf der Website der Skyway.
Ja, aber nur im Sommer: Skyway bis Punta Helbronner, Panoramic Mont-Blanc bis zur Aiguille du Midi, dann Seilbahn nach Chamonix.
Nein. Es ist eine Hochtour über Gletscher, mit Steinschlag und über 4.800 Metern Höhe. Ohne Erfahrung nur mit Bergführer und nach guter Akklimatisierung.
Keine Genehmigung im engeren Sinn, aber auf der französischen Normalroute eine Hüttenreservierung, die du mit Ausweis bei Kontrollen zeigen musst. Zelten und Biwakieren sind verboten.
Chamonix, wenn du mit der Bahn oder über Genf anreist und Aiguille du Midi und Mer de Glace willst; Courmayeur für die Skyway, einen kleineren Ort und italienisches Flair.
Im Herbst 2026 ja, mit nächtlichen Sperren bis Dezember. Für 2027 und 2028 sind lange Sperrungen angekündigt: Termine auf der Website des Tunnels prüfen.
