UNTERKÜNFTE AUF DER SELLA RONDA
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Aktualisiert im Oktober 2026 · Quellen: Dolomiti Superski, Val Gardena, Alta Badia, ApT Val di Fassa, Arabba Fodom
Unterkunft an der Sellaronda finden
Die Sellaronda (auch Sella Ronda oder Sellarunde) ist kein Ort, sondern die Skirunde um die Sellagruppe mitten in den Dolomiten. An einem Tag überquerst du vier Dolomitenpässe – Grödner Joch, Sellajoch, Pordoijoch und Campolongo-Pass – und fährst durch vier Skigebiete: Gröden, Alta Badia, Arabba und Fassatal. Die Runde ist 44 km lang, davon 23 km Piste und rund 21 km mit Liften (Angaben von Dolomiti Superski und Gröden; andere Quellen nennen 40 km). Du fährst sie im Uhrzeigersinn nach der orangen Beschilderung oder gegen den Uhrzeigersinn nach der grünen.
Die Sellagruppe liegt in drei Provinzen: Bozen (Gröden und Alta Badia, Südtirol), Trient (Fassatal) und Belluno (Arabba, Venetien). Ausgangsorte sind Wolkenstein in Gröden (1.563 m), Corvara und Kolfuschg (Corvara 1.568 m), Arabba (1.602 m) und Canazei (1.460 m). Der höchste Pass der Runde ist das Pordoijoch (2.239 m), der niedrigste der Campolongo (1.875 m). Der nächste Flughafen ist Bozen, rund 40 km von Gröden; Innsbruck liegt etwa 120 km entfernt, München etwa 300 km.
Im Winter brauchst du den Dolomiti-Superski-Skipass und einen ganzen Tag: rund sechs Stunden mit Pausen. Die Saison 2026/27 beginnt am 4. Dezember 2026 und endet in Gröden, Alta Badia und im Fassatal am 4. April 2027. Im Sommer fährst du dieselbe Runde mit dem Mountainbike und den Liften, mit dem E-Bike oder mit dem Rennrad über die Passstraßen, die an zwei Tagen im Jahr für den Sellaronda Bike Day für Autos gesperrt sind.
Die Sellaronda auf Ski
Einen offiziellen Startpunkt gibt es nicht: Du steigst dort ein, wo du wohnst, und kommst abends wieder dorthin zurück. Die Beschilderung ist durchgehend und eindeutig – an jeder Abzweigung folgst du einfach deiner Farbe. Die Pisten sind mittelschwer, aber es sind viele hintereinander, und am Nachmittag ist der Schnee oft zerfahren.
Im Uhrzeigersinn: die orange Runde
Ab Wolkenstein fährst du mit der Kabinenbahn Dantercepies Richtung Grödner Joch und dann hinunter nach Kolfuschg und Corvara in Alta Badia. Von dort geht es hinauf zum Campolongo-Pass und hinunter nach Arabba, dann hinauf Richtung Pordoijoch, hinab auf die Fassaner Seite, mit den Liften zum Sellajoch und zurück nach Gröden über Plan de Gralba nach Wolkenstein. Laut Alta Badia ist der Uhrzeigersinn etwas schneller; viele wählen ihn beim ersten Mal.
Gegen den Uhrzeigersinn: die grüne Runde
Ab Wolkenstein startet die grüne Runde im Bereich Plan de Gralba–Ciampinoi Richtung Sellajoch, führt hinunter ins Fassatal, hinauf zum Pordoijoch und hinab nach Arabba. Dann über den Campolongo nach Corvara und hinauf Richtung Grödner Joch, mit der letzten Abfahrt nach Wolkenstein. Rechne meist mit einer halben Stunde mehr; dafür sind die Abfahrten andere. Wer die Runde zweimal in einer Woche fährt, wechselt die Farbe.
Dauer und Können
Rechne mit etwa sechs Stunden: rund zwei Stunden Liftfahrt plus Wartezeiten, etwa eineinhalb Stunden reine Abfahrt, der Rest für Pausen. Nötig ist mittleres Können: kontrollierte Schwünge auf einer roten Piste und Kondition für einen ganzen Skitag. Wer nur blaue Pisten fährt, testet zuerst die Pisten im eigenen Gebiet oder fährt nur einen Teil der Runde und kehrt um.
Die wichtigen Uhrzeiten
Die eine Regel: Starte vor 10 Uhr und sei bis 15.30 Uhr am letzten Pass der Runde. Danach können die Lifte zurück in dein Tal schon geschlossen sein – dann stehst du auf der anderen Seite des Sella und musst mit dem Taxi zurück. Bei starkem Schneefall oder Wind bleiben einzelne Lifte geschlossen: Prüfe morgens vor dem Start den Liftstatus.
Der Skipass
Die Sellaronda führt durch vier Skigebiete, deshalb brauchst du den Dolomiti-Superski-Skipass; die Talskipässe reichen nicht für die ganze Runde. In der Saison 2026/27 kostet der Tagespass für Erwachsene 89 € in der Hochsaison und 80 € in der Nebensaison, sechs Tage in der Hochsaison 453 €. Wer mindestens zwei Tage vorher online kauft, spart 5 %. Für Familien gibt es den Family-Tarif zu 43 € pro Tag, online erhältlich.
Mehr Kilometer: die Große-Krieg-Runde
Wer die Sellaronda kennt, findet ab Arabba oder Alta Badia die Skirunde „Giro della Grande Guerra“: über 80 km zwischen Pisten und Liften, schwierig, nur für lange Schönwettertage.
Einstiege in die Sellaronda
Aus Gröden: Wolkenstein
Wolkenstein ist der bequemste Einstieg, mit zwei Zugängen: Dantercepies für den Uhrzeigersinn, Ciampinoi–Plan de Gralba für die Gegenrichtung. Aus St. Christina und St. Ulrich kommst du über die Pisten von Gröden hin, der Tag wird aber länger.
Aus Alta Badia: Corvara und Kolfuschg
Corvara liegt direkt an der Runde zwischen Grödner Joch und Campolongo, Kolfuschg an der Abfahrt vom Grödner Joch. Die Runde lässt sich gut mit den 130 Pistenkilometern von Alta Badia und einem Abstecher auf die Gran Risa in La Villa kombinieren.
Aus Arabba
Arabba ist der einzige venetische Ort der Runde, zwischen Campolongo und Pordoi. Klein und ganz aufs Skifahren ausgerichtet, mit einigen der steilsten schwarzen Pisten der Gegend und der Verbindung zur Marmolata.
Aus dem Fassatal: Canazei und Campitello
Von Canazei fährst du mit der Kabinenbahn Richtung Belvedere, von Campitello mit der Seilbahn auf den Col Rodella. Zusammen bilden sie das Skigebiet Belvedere–Col Rodella mit 31 Pistenkilometern und 23 Liften, das zwischen Sellajoch und Pordoijoch an die Runde anschließt – der natürliche Einstieg, wenn du über das Trentino ins Fassatal kommst.
Sehenswertes an der Sellaronda
Die Runde ist auch der einfachste Weg, die bekanntesten Dolomitengipfel aus der Nähe zu sehen. Diese Stopps lohnen sich – im Winter auf Ski, im Sommer zu Fuß.
Grödner Joch (2.121 m)
Es verbindet Wolkenstein mit dem Gadertal, unter den Wänden des Sella und den Cirspitzen. Ab Wolkenstein fährt die Kabinenbahn Dantercepies auf 2.300 m, oberhalb des Passes; die 2,8 km lange Abfahrt Dantercepies bringt dich abends zurück ins Dorf. Im Sommer starten hier Wanderwege und Klettersteige. Mehr im Beitrag zum Grödner Joch.
Sellajoch und die Steinerne Stadt
Das Sellajoch auf rund 2.240 m trennt Gröden vom Fassatal und bietet den direktesten Blick auf den Langkofel. Darunter liegt die Steinerne Stadt (Città dei Sassi), ein Feld riesiger Felsblöcke, die vom Berg gestürzt sind. Im Sommer führt der Naturonda-Weg hindurch: rund 7 km, leicht, fast nur bergab Richtung Gröden, mit Tafeln zu Tieren, Pflanzen und Geologie. Der Parkplatz am Joch ist gebührenpflichtig; im Sommer fährt der Bus 471 ab Wolkenstein hinauf.
Pordoijoch und Sass Pordoi
Das Pordoijoch (2.239 m) ist der höchste Pass der Runde, zwischen Canazei und Arabba. Vom Joch fährt die Seilbahn in einem Zug auf den Sass Pordoi (2.950 m), die „Terrasse der Dolomiten“: Blick auf Marmolata, Langkofel und ins Innere der Sellagruppe. Im Winter erschließt sie Freeride-Abfahrten für Könner, nur mit Bergführer. Mehr im Beitrag zum Pordoijoch.
Piz Boè (3.152 m)
Der höchste Gipfel der Sellagruppe. Vom Sass Pordoi brauchst du rund eineinhalb Stunden, mit einigen kurzen seilversicherten Passagen: Trittsicherheit und Erfahrung sind nötig. Von Alta Badia aus geht es ab Corvara mit den Liften Boè und Vallon. Keine Wintertour.
Campolongo-Pass (1.875 m)
Der niedrigste und sanfteste Pass, zwischen Corvara (rund 6 km) und Arabba. Auf Ski ein Verbindungsstück mit leichten Pisten, im Sommer der ruhigste Pass fürs Rad.
Porta Vescovo und der Blick auf die Marmolata
Von Arabba fährt der Funifor auf Porta Vescovo (2.478 m). Gegenüber liegt die Marmolata, der höchste Berg der Dolomiten. Im Sommer beginnt hier der Viel del Pan (Bindelweg), ein fast ebener Weg Richtung Pordoijoch: rund drei Stunden, mit Blick auf den Fedaia-See.
Boè-See
Oberhalb von Corvara auf 2.275 m liegt der kleine Lech de Boè, 10–30 Minuten zu Fuß von der Bergstation der Boè-Bahn. Im Winter unter Schnee, im Sommer ein leichtes Ziel, auch mit Kindern.
Abstecher für Könner: Saslong und Gran Risa
Nicht auf der Runde, aber nah: zwei Weltcuppisten. Die Saslong führt vom Ciampinoi nach St. Christina in Gröden, Rennen am 18. und 19. Dezember 2026. Die Gran Risa liegt in La Villa in Alta Badia, Rennen am 20. und 21. Dezember 2026. Beide sind schwarz – nur einplanen, wenn Zeit und Beine reichen.
Die Sellaronda mit Rad, Mountainbike und E-Bike
Sellaronda MTB Tour
Im Sommer fährst du die Runde mit dem Mountainbike und den Liften, mit denselben Farben. Im Uhrzeigersinn (orange) sind es 62,4 km mit rund 370 Höhenmetern aus eigener Kraft und 8 Liften; gegen den Uhrzeigersinn (grün) 58,6 km, rund 1.050 Höhenmeter und 6 Lifte. Rechne mit 5 bis 9 Stunden. Schwierigkeit mittel bis schwer, die Abfahrten sind überwiegend Singletrails. Mit dem E-MTB geht es auch, es gibt Ladepunkte an der Strecke. 2026 liefen die Lifte vom 13. Juni bis 27. September; du brauchst die Dolomiti SuperSummer Card, 2026 für 67 € pro Tag, Radtransport inklusive.
Mit dem Rennrad
Auf der Straße misst die Vier-Pässe-Runde rund 53 km mit rund 1.700 Höhenmetern. Die längsten Anstiege sind das Pordoijoch ab Canazei (rund 12 km) und das Grödner Joch ab Wolkenstein (rund 11 km). Im Sommer ist viel Verkehr, auch Motorräder: früh starten.
Sellaronda Bike Day 2027
An zwei Tagen im Jahr sind die Straßen der vier Pässe von 9 bis 16 Uhr für Motorfahrzeuge gesperrt. 2027 findet der Sellaronda Bike Day am Samstag, 5. Juni, und am Samstag, 11. September, statt. Keine Anmeldung, kein Rennen; Tausende Radfahrer sind unterwegs, also früh losfahren.
Maratona dles Dolomites
Der bekannteste Radmarathon der Dolomiten feiert am Sonntag, 4. Juli 2027, seine 40. Ausgabe: Start in La Villa, Ziel in Corvara, mit einer 55-km-Strecke über die Sellaronda. Startplätze werden vom 14. Oktober bis 10. November 2026 verlost. An diesem Tag sind die Passstraßen für Autos gesperrt.
Im Winter: der Sellaronda Skimarathon
Am Freitag, 19. März 2027, wird die Runde mit Tourenski gelaufen, nachts, mit Stirnlampe: der Sellaronda Skimarathon, ein Zweierteam-Rennen über rund 42 km ohne Lifte. Rund 1.000 Teilnehmer; als Zuschauer siehst du die Lichterkette von den Orten an der Runde aus.
Übernachten an der Sellaronda
Wähle den Ort nach dem Rest deines Urlaubs: Die Runde startest du überall, wichtig ist, an der Runde oder nahe an einem Zubringerlift zu wohnen.
- Wolkenstein in Gröden: am praktischsten, mit zwei Einstiegen und großem Angebot von Hotels bis Ferienwohnungen. Ideal, wenn du die Runde mehrmals fahren und das übrige Gröden erkunden willst.
- Corvara und Kolfuschg: mitten in der Runde und in Alta Badia, mit breiten, leichten Pisten rund um die Orte. Gut für Familien und für alle, denen die Küche wichtig ist.
- Arabba: klein, ruhig, ganz aufs Skifahren ausgerichtet. Für anspruchsvolle Pisten und die Marmolata, wenn du abends kein Programm brauchst.
- Canazei und Campitello: größere Orte im Fassatal, mit Geschäften, Diensten und dem Erlebnisbad von Canazei für Schlechtwettertage.
- Auf den Pässen: einige Unterkünfte direkt an den Pässen, Ski-in/Ski-out, abends aber abgelegen.
- Ohne Auto: im Zentrum von Wolkenstein oder Corvara, nahe an den Liften, und das Auto bleibt bei der Unterkunft.
Für Weihnachten, Silvester und Februar früh buchen: Das sind die vollsten Wochen in allen vier Tälern.
Anreise zur Sellaronda
Mit dem Auto
Aus Deutschland und Österreich über Innsbruck und die Brennerautobahn A22; aus der Schweiz über Graubünden und den Vinschgau oder über Innsbruck. Dann je nach Tal: nach Gröden Ausfahrt Klausen/Gröden und über St. Ulrich und St. Christina; nach Alta Badia Ausfahrt Brixen, Pustertal bis St. Lorenzen und Gadertal bis Corvara; ins Fassatal Ausfahrt Bozen Nord (Eggental, Karerpass) oder Neumarkt/Auer (Fleimstal); nach Arabba aus Venetien über die A27 bis Belluno, dann Agordo und Caprile. Im Winter Winterreifen oder Ketten mitführen; die Pässe können bei Schnee zeitweise gesperrt sein. Vignette für Österreich bzw. die Schweiz nicht vergessen.
Mit dem Zug
Kein Zug fährt bis zur Sellaronda. Über den Brenner fahren EC-Züge von München nach Bozen. Für Gröden steigst du in Waidbruck/Ponte Gardena (18 km) oder Klausen (23 km) aus, dann Bus 350. Für Corvara ist der nächste Bahnhof Bruneck, rund 37 km, dann Bus 460 (etwa eine Stunde). Fürs Fassatal Bozen oder Auer; für Arabba Bruneck (50 km) oder Belluno (70 km).
Mit dem Bus
Im Sommer verbinden Busse die Pässe: Linie 471 von Wolkenstein zum Sellajoch, 472 von der Abzweigung Pordoi/Sella nach Arabba und Corvara, 473 vom Grödner Joch nach Corvara, dazu Linien aus dem Fassatal zum Sella- und Pordoijoch. 2026 fuhren sie je nach Linie von Juni bis September oder bis 11. Oktober; Fahrräder sind in den Passbussen nicht erlaubt. Im Winter bewegst du dich auf der Runde mit Ski.
Mit dem Flugzeug
Ab Gröden: Bozen 40 km, Innsbruck 120 km, Verona 190 km, Treviso 230 km, Venedig und Bergamo 270 km, München 300 km, Zürich 420 km. Für Arabba Venedig (160 km) oder Treviso (150 km). Im Winter gibt es Shuttles und private Transfers ab den Flughäfen.
Parken
Wohnst du im Tal, lass das Auto bei der Unterkunft und nimm die Lifte. An den Talstationen und auf den Pässen sind die Parkplätze früh voll; am Sellajoch und in Plan de Gralba sind sie gebührenpflichtig. Für 2027 wird am Grödner Joch eine saisonale Verkehrsbeschränkung geprüft, eine offizielle Entscheidung gibt es noch nicht.
Häufig gestellte Fragen zur Sellaronda
44 km laut Dolomiti Superski und Gröden: 23 km Piste und rund 21 km mit Liften. Manche Quellen nennen 40 km.
Rund sechs Stunden mit Pausen. Vor 10 Uhr starten und bis 15.30 Uhr am letzten Pass sein.
Beim ersten Mal ist die orange Runde (Uhrzeigersinn) etwas schneller. Die grüne (gegen den Uhrzeigersinn) dauert etwa eine halbe Stunde länger und hat andere Abfahrten. Am besten beide fahren.
Mittleres Können reicht: Die Pisten sind nicht schwierig, aber es sind viele. Die eigentliche Herausforderung sind Ausdauer und Zeitplan.
Nein: Sie ist eine Skirunde, die vier Gebiete des Dolomiti Superski (Gröden, Alta Badia, Arabba, Fassatal) um die Sellagruppe verbindet.
Du brauchst den Dolomiti Superski: 2026/27 kostet der Tagespass für Erwachsene 89 € in der Hochsaison und 80 € in der Nebensaison, online mindestens zwei Tage vorher 5 % günstiger.
In Wolkenstein, Corvara oder Kolfuschg, Arabba, Canazei oder Campitello. Am bequemsten ist Wolkenstein, mit Einstiegen für beide Richtungen.
In der Saison 2026/27 ab 4. Dezember 2026; in Gröden, Alta Badia und im Fassatal bis 4. April 2027, je nach Schneelage.
Ja: mit Mountainbike oder E-MTB und Liften (rund 60 km) oder mit dem Rennrad über die Passstraßen (rund 53 km). 2027 ist der Sellaronda Bike Day mit autofreien Pässen am 5. Juni und 11. September.
In Wolkenstein für kurze Wege, in Corvara für Alta Badia und Familien, in Arabba für anspruchsvolle Pisten, in Canazei für das größere Angebot im Ort.
